Schatten in der Wolke

In einem gemeinsamen Bericht von Information Warfare Monitor und der Shadowserver Foundation  werden neue Spionage-Aktivitäten des Shadow-Netzwerks vorgestellt. Das Netz, dessen Spuren in Richtung China deuten, war offenbar in der Lage, massiv Regierungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen anzugreifen und heimlich auszuforschen. Für mediale Aufmerksamkeit haben besonders die Angriffe auf das Büro des Dalai Lama sowie der Vereinten Nationen gesorgt. Unter den entwendeten Dokumenten befanden sich verschlüsselte Diplomatenkorrespondenz, zwei als “Geheim” gekennzeichnete Papiere sowie weitere vertrauliche Dokumente.

Technisch scheint es sich um äußerst ausgereifte Strukturen zu handeln. Das Shadow-Netzwerk greift unter anderem auf soziale Netzwerke und Cloud-basierte Dienste zurück. Die Autoren weisen in diesem Zusammenhang auf viele Gemeinsamkeiten im Zusammenhang mit dem im letzten Jahr dokumentierten Ghostnet hin. Damals waren fast 1.300 Rechner in 103 Staaten infiltriert worden, um Zugriff auf vertrauliche Dokumente zu erhalten.

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