Folgen eines Twitter-Beitrags

133 Zeichen haben das Leben des 26 Jahre alten Paul Chambers ordentlich durcheinander gebracht. Nachdem schwere Schneefälle den Robin Hood Flughafen in Concaster zwangen, vorübergehend zu schließen, war Chambers nicht in der Lage, seine Freundin in Belfast zu besuchen. Er setzte daher scherzhaft die folgende Nachricht über seinen Twitter-Account ab:

Crap! Robin Hood Airport is closed. You’ve got a week and a bit to get your shit together otherwise I’m blowing the airport sky high!

Diese Mitteilung wurde von einem Manager des Flughafens entdeckt, der sie an die Polizei weitergab. Diese begann zu ermitteln und kurze Zeit später wurde Chambers wegen eines Verstoßes gegen den Communications Act 2003 verurteilt. In der Folge verlor er seinen Job, muss 1.000 Pfund Strafe zahlen und gilt als vorbestraft. Das Gericht folgte nicht der Erklärung des Angeklagten, es habe sich um eine offensichtlich nicht ernstzunehmende Nachricht gehandelt und verurteilte wegen des Versands einer Drohnachricht, obwohl selbst der als Zeuge geladene Manager eingestand, es habe sich nicht um eine glaubwürdige Drohung gehandelt und sie habe keinerlei Auswirkungen auf den Betrieb des Flughafens gehabt.

Das Urteil hat in der englischen Blogosphäre für einiges Aufsehen gesorgt. Mehrere Nutzer haben sich finanziell beteiligt, um das Verfahren in der nächsten Instanz zu unterstützen. Dieses soll im Juli oder August stattfinden.

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1 Kommentar zu „Folgen eines Twitter-Beitrags“

  1. […] Folgen von einzelnen Tweets sind nicht unbekannt. Gleichwohl kritisieren die Anwälte des Beschuldigten, dass durch die Anklage das Recht auf […]

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