Hier sehen Sie (m)ein Röntgenbild

In der Vergangenheit war erkennbar, dass Terroristen sich auch für technologisch anspruchsvollere Wege interessieren, um auf Informationen und Daten zuzugreifen. Zum Beispiel waren sie in der Lage, den Videokanal von unbemannten Drohnen abzuhören, die über dem Irak flogen und die Stellungen feindlicher Kämpfer ausspionieren sollten. Das Blog Futurecrimes hat einen interessanten zweiteiligen Artikel veröffentlicht (12) über denkbare Angriffsszenarien von Terroristen auf die Röntgenmaschinen in Flughäfen, insbesondere in Form der vor einiger Zeit heftig diskutierten so genannten “Nacktscanner”.

Angedacht werden zum Beispiel Möglichkeiten, mit Hilfe von Exploits die Daten der Geräte so zu verändern, dass etwa beim Durchleuchten von Gepäckstücken Bilder von (evtl. vorher durchleuchteten) ungefährlichen Koffern angezeigt werden, während in Wirklichkeit Taschen mit Waffen oder Sprengstoff vorbeitransportiert werden. Auch Denial-of-Service-Angriffe, bei denen alle Durchleuchtungsgeräte mit Hilfe eines Zeroday Exploit abgeschaltet werden und so zu massiven Verspätungen führen, werden diskutiert.

Der Artikel legt die Finger recht deutlich auf die Sicherheitsaspekte der Röntgengeräte. Ein Bereich, der angesichts der vielfältigen Datenschutz- und Privatsphärepunkte in der öffentlichen Diskussion eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Manchmal muss man hoffen, dass Terroristen einige Blogs noch nicht entdeckt haben…

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