Die Tiefebene in Cyberland

Nach Luft, Wasser, Boden und Weltall verdient der Cyberspace als weiteres mögliches Kriegsgebiet verstärkte Aufmerksamkeit, so General Michael Hayden, ehemaliger Direktor von CIA und NSA auf der diesjährigen Black Hat in Las Vegas. In seinem Vortrag führte Hayden aus, das Internet sei flach wie die norddeutsche Tiefebene angelegt und daher besonders verwundbar. Es benötige – so die Analogie weiter – Flüsse, Berge und geografische Grenzen, die bei der Verteidigung helfen könnten. Rechtlich sei daher eine Ächtung z.B. von DDoS-Attacken und anderen kriegerischen Aktionen notwendig.

Der jüngst durch General Keith Alexander angedeutete mögliche Kurswechsel sei hierfür ein guter Schritt in die richtige Richtung. Allerdings seien G8 oder G20 ein besseres Forum als die Vereinten Nationen. Damit bringt Hayden zwei weitere mögliche Foren ins Rennen. Bislang war vor allem diskutiert worden, ob der Europarat mit seiner Cybercrime Konvention oder die Vereinten Nationen mit ihrer großen Anzahl von weltweit verteilten Mitgliedern das richtige Forum für ein internationales Instrument im Kampf gegen derartige Maßnahmen sei.

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