Dr. Phillip W. Brunst

Forschungsinteressen

Dr. Phillip W. Brunst arbeitet an der Schnittstelle zwischen Recht und Technik. Er untersucht insbesondere aktuelle Fragestellungen aus dem Informationsrecht und beschäftigt sich mit wesentlichen Problemen der Rechtsinformatik. Seine Interessenschwerpunkte liegen im Bereich der Computerkriminalität (Cybercrime) und der Internetnutzung durch Terroristen (Cyberterrorismus).

Im Bereich des Strafrechts untersucht er besonders die Phänomene grenzüberschreitender Computerkriminalität sowie die nationalen und internationalen Instrumente zu ihrer Bekämpfung. In verschiedenen Publikationen beleuchtet er beispielsweise die rechtlichen Antworten in Deutschland auf diese Herausforderungen.

Seine Dissertation befasste sich mit den Wechselwirkungen von Recht und Technik einerseits und der engen Verbindung von straf- und datenschutzrechtlichen Fragestellungen andererseits. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung des Spannungsverhältnisses zwischen Anonymität im Internet und den Möglichkeiten einer wirksamen Strafverfolgung.

Wissenschaftlicher Werdegang

Dr. Phillip Brunst hat in der Vergangenheit sowohl technisch als auch juristisch gearbeitet. So war er etwa als Datenbank-Programmierer und Systemadministrator tätig. Wissenschaftlich hat er an mehreren straf- und informationsrechtlich ausgerichteten Lehrstühlen gearbeitet sowie als Referatsleiter an einem juristischen Grundlagenforschungsinstitut der Max-Planck-Gesellschaft.

Seit dem Jahr 2010 ist Dr. Phillip W. Brunst wissenschaftlich für das Cybercrime Research Institute tätig, eine unabhängige Forschungseinrichtung, die sich schwerpunktmäßig mit der internationalen Rechtsharmonisierung und der Entwicklung von Lösungsansätzen zur Begegnung der Herausforderungen bei der Bekämpfung der Internetkriminalität beschäftigt.

Dr. Brunst war in der Vergangenheit als Referent oder Experte für zahlreiche Einrichtungen tätig, darunter der Europarat, die Europäische Kommission, die UN sowie die NATO. Für die Defence Against Terrorism Review (DATR) war er langjährig als Beirat tätig. Er hat Lehraufträge wahrgenommen an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Universität Basel sowie der Johannes-Guttenberg-Universität Mainz. Er war zudem als Dozent für das „European Certificate on Cybercrime and Digital Evidence“ an mehreren Unterrichtsstandorten tätig.

Auch gegenwärtig unterrichtet er regelmäßig an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrveranstaltungen finden nähere Informationen auf einer eigenen Webseite.

Außerhalb seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Dr. Brunst im Hauptamt an einer deutschen Bundesbehörde tätig.

Auszeichnungen

Dr. Brunst hat für seine wissenschaftliche Arbeit die folgenden Ehrungen, Preise und Auszeichnungen erhalten:

Mitgliedschaften

Dr. Brunst ist bzw. war an den folgenden Institutionen als Mitglied tätig: