Aktienmanipulationen

Als ein unblutiges Szenario des Cyberterrorismus wird häufig die massive Manipulation von Finanzmärkten und damit die Gefährdung der ökonomischen Stabilität diskutiert. Fraglich ist, ob und wie weit dies tatsächlich möglich wäre (und ob ein Täter, der einen solchen Zugriff auf Börsenplätze hätte, dies nicht viel eher gewinnbringend statt zerstörend einsetzen würde…). In den USA wurden nun Maßnahmen gegen einen russischen Verdächtigen eingeleitet, der sich illegal Zugang zu Online Portfolios verschafft und damit die Preise von dutzenden Börsenkursen an der Nasdaq und der NYSE manipuliert haben soll. Dabei handelte es sich aber offenbar um wenig gehandelte Papiere, bei denen bereits verhältnismäßig geringe Nachfrageschwankungen zu lukrativen Kursveränderungen führen können.

Die “Hack, Pump and Dump”, also etwa “hacken, aufblasen und abstoßen”, genannte Masche ist offenbar kein Einzelfall. Schon im Jahr 2008 waren zwei Fälle bekanntgeworden, in denen ebenfalls über den Umweg elektronischer Einbrüche Kurse manipuliert worden waren. In einem Fall soll der Gewinn für wenige Minuten Arbeit fast 300.000 US-Dollar betragen haben.

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