Artikel-Schlagworte: „Jugend“

Das Online-Leben von Kindern Jugendlichen

Dienstag, 6. Juli 2010

Cyberbullying, also das Mobbing mit Hilfe des Internet, ist nach wie vor ein Problem. Dies belegt eine Studie von McAfee zum Online-Verhalten von Jugendlichen, bei der über 1.300 amerikanische Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren befragt worden waren. 14% der Befragten gaben darin zu, in derartigen Aktivitäten involviert gewesen zu sein. Diese Zahlen decken sich mit der letzten Studie aus dem Jahr 2008. Jeder Zweite kannte zumindest eine andere Person, die bereits Opfer eines solchen Angriffs geworden ist. Gleichwohl gab nur ein knappes Drittel zu, selbst von Cyberbullying betroffen gewesen zu sein. Das Dunkelfeld in diesem Kriminalitätsfeld dürfte daher eher hoch einzuschätzen sein.

Bedenklich sind auch die weiteren Angaben zum Kommunikationsverhalten. 12% der Befragten gaben zum Beispiel an, online Personen, die sie selbst in der Offline-Welt nicht kannten, bedenkenlos ihre Handynummer gegeben zu haben. 18% gaben ihnen Zugang zu persönlichen Fotos und 24% auch die E-Mail-Adresse. Über zwei Drittel gaben ihren physikalischen Aufenthaltsort preis. Insgesamt ließen sich 28% der Befragten auf Gespräche mit Fremden ein. Der Anteil der Mädchen war dabei deutlich höher als der der Jungen (24% vs. 32%). Derartige Kontakte werden dann in einigen Fällen ausgenutzt, um den Kontakt aus der Online- in die Offline-Welt zu überführen.

Hacking als Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen

Freitag, 19. März 2010

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob es sich bei Hackern (noch) um insbesondere jugendliche Täter handelt, die von ihrer Neugier getrieben werden, oder ob diese nicht vermehrt von organisiert handelnden Gruppen abgelöst worden sind. Diese Frage hat unter anderem auch die Gestaltung der deutschen Hacking-Vorschrift, des § 202a StGB maßgeblich beeinflusst, der über viele Jahre hinweg den reinen Hacking-Angriff ohne Zugriff auf geschützte Daten straffrei gestellt hatte.

Eine aktuelle Studie von Tufin Technologies, über die “the register” jetzt berichtet hat über 1.000 Schülerinnen und Schüler zu ihren Hacking-Erfahrungen befragt. Zwar gaben darin 78% der Befragten an, sie wüssten, dass Hacking illegal ist. Dennoch gab eine beachtliche Minderheit zu, bereits in fremde Accounts eingebrochen zu sein, häufig durch simples Raten von Passwörtern. Ein Viertel der Täter hatte es auf Facebook-Accounts der Freunde abgesehen, beachtliche 18% nahmen die E-Mail-Konten ins Visier. Nach eigenen Angaben sind lediglich 27% der Personen ertappt worden.

Die Motive der jugendlichen Täter entsprechen den allgemeinen Erwartungen: 46% gaben an, aus reinem Spaß tätig geworden zu seinen, 21% wollten Unfug stiften. Immerhin waren etwa 20% von der Erwartung getrieben, mit ihrer Tat Geld verdienen zu können.

Auch die Opferseite wurde abgefragt: über ein Drittel der Umfrageteilnehmer gaben an, bereits Opfer eines Facebook- oder E-Mail-Angriffes geworden zu sein.