Heiß wie die Hölle

Am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, ist es in Dallas meist heiß. Temperaturen von um die 38 Grad im Schatten sind keine Seltenheit. Umso unangenehmer ist es, wenn an einem solchen Tag die Klimaanlage ausfällt – und dann auch noch in einem Krankenhaus. Im North Central Medical Plaza in Dallas kam es in diesem Jahr zu einem solchen Ausfall. Allerdings nur, weil das HVAC-System (Heating, Ventilation, and Air-Conditioning) einem massiven Botnetz-Angriff ausgesetzt war und gleichzeitig die Überwachungssysteme manipuliert worden waren.

Als Täter konnte verhältnismäßig schnell ein Insider ermittelt werden, der als Sicherheitsmann im Krankenhaus angestellt war. Wie sich herausstellte, hatte er seinen physikalischen Zugriff auf diverse Computersysteme dazu ausgenutzt, im Hospital auf verschiedenen Rechnern seine Bot-Software aufzuspielen. Unter den betroffenen Maschinen befanden sich unter anderem auch Rechner im Schwesternzimmer, die auch für die medizinische Überwachung der Patienten eingesetzt waren.

Zum Verhängnis wurde dem Täter, dass er unter dem Pseudonym “Ghost Exodus” in verschiedenen YouTube-Videos mit seiner Tat prahlte (dort weitere Links). Ihm drohen nun bis zu 20 Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von bis zu 500.000 USD. Der Fall zeigt erneut, dass die Gefahr durch Insider nicht unterschätzt werden darf.

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1 Kommentar zu „Heiß wie die Hölle“

  1. […] Schäden anrichten, sondern, indem sie auf die Industrieanlage zugreifen können, auch ganz reale Belästigungen oder sogar Schäden anrichten können. Horror-Szenarien, die immer wieder diskutiert werden, sind […]

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